aeoline - blog

1.9.2010

Pfeifen bei Tamburini, das III.Manual in Rom 01

Abgelegt unter: Tamburini — gewalcker @ 20:21

Mit den nachfolgenden Fotos beginne ich, das Pfeifenwerk der Orgel in SANTA CECILIA, ROMA, vorzustellen.

Das III.Manual hat zwei Schleifladen und separate elektrische Laden für Bourdon 16, Musette 16, Rankett 16. Wobei die von vorne ganz links gesehene Schleiflade (2) in drei Windladen aufgesteilt ist: in C und Cs und dann noch eine Fortsetzungslade ab g2 für die kleinen Pfeifen, an die man sehr ungünstig später zum Stimmen hinkommt.

Wir haben neben diesen kurzbechrigen Zungen, die nicht Jedermanns Geschmack sein müssen, aber auch eine enge Trompete (Tromba dolce 8) und eine Oboe 8 im Schwellwerk des III.Manuals, die wir in einem späteren Blog vorstellen.

Die Musette 16 kann ebenfalls von Pedal aus gespielt werden und ist unlogischerweise außerhalb des Schwellerkastens auf einer eigenen elektr. Kastenlade untergebracht und in C-Cs-Seite aufgestellt. Die Pfeifen haben extrem kurze Becher um 50cm beim C, was entsprechend reduzierten Grundton mit sich bringt. Aber der Klang ist mit 56mmWS ansprechend.

musette16.jpg  musette16_2.jpg

Der Bordon 16′ ist ein angenehmes Baßregister auf eigener Lade an der Schwell-Rückwand, das bis zum e1 in Holz dann in Metall gebaut wurde. Es werden daraus ins Pedal zwei Register transmittiert: Bourdon d’eco 16′ und  Bordon d’eco 8′ und im III. haben wir das Bordun 16′ bis g4 (also bei der Superkoppel geht es bis zum g4 nicht bis zum c5). Die großen Pfeifen habe ich vergessen zu fotografieren, das wird nachgereicht.

bordone02.jpg   bordone03.jpg   bordone01.jpg

Eine Eigenart von Tamburini ist, dass er oft C-H bei größeren Registern in Kupfer fertigt. Dabei werden die Enden zur Lötnaht nicht aneinander gestossen und gelötet, sondern die Enden überlappen und werden so überlappt gelötet. Seltsam. Auch der Umstand, dass Stimmrollen nicht in Zinnlegierung eingesetzt werden, sondern es wird das Kupfer ausgeschnitten und gerollt, was verhaltenes Stimmen empfiehlt. Wir haben hier auch schon mehrere abgebrochene Stimmvorrichtungen reparieren müssen.

Hier also nun der Principalino 8′ (vielleicht werden wir bald belehrt, was das “palino” bedeutet) der auf der zweiten Lade steht, wo wirklich extremer Platzmangel herrscht. Wir sehen an den Fotos auch, dass der Platz für Pfeifenansprache äußerst begrenzt ist.

Nach der Intonation, des hinter dem Principal liegenden Salicional, und späteren Einbau der Principalpfeifen, war der Klang des Salicional völlig verschwunden. Die tiefen Pfeifen summten nur noch verhalten in undefinierbaren Klanggespinsten. Der Grund dafür ist, wenn die Pfeifen zu wenig Platz haben, ihren Klang entfalten zu können. Ich erinnere an den Satz der Altmeisters Aristide Cavaillé-Colls, dass man in einer gut geplanten Orgel um jede Pfeife herumgehen können muss. Was mit hintersinniger Absicht natürlich etwas übertrieben formuliert war.

principalino_8.jpg  saliconal_und_principalino.jpg

gwm ( wir haben in Rom immer noch um 20:15 gute 24 Grad in den Straßen, aber leider auch unter dem Schreibtisch ein Heer von Stechmücken, weswegen es öfters während diesen Schreibarbeiten mal “klatsch” gemacht hat)

9.8.2010

Die Prospektpfeifen in Rom St Cecilia - Eoline 16 - das deformierte C

Abgelegt unter: Tamburini — gewalcker @ 19:47

Die Metamorphose dieser Pfeife möchte ich hier kurz anhand einiger Bilder zeigen.

Zunächst die Ausgangslage in Erinnerung rufen:

eoline_c.jpg

Heute morgen, schon um 8 Uhr wurden wir durch kräftiges Klopfen in hinteren Räumen aufmerksam gemacht. Zoltan hat den restlos deformierten Stumpf der C-Pfeife abgesägt und die Platte gerade gerichtet. Nun wurde sie mit dem Gummihammer weiter bearbeitet:

blech01.jpg blech02.jpg blech03.jpg blech04.jpg blech05.jpg

danach wurde die platt geklopfte Platte auf dem Rundeisen wieder neu geformt und gelötet

stumpf01.jpg  stumpf02.jpg  stumpf03.jpgd

der übrige Pfeifenkörper wurde zur Übernahme des fragwürdigen Pfeifenstumpfes bearbeitet:

pfeifenkoerper_ohne_stumpf.jpg

Dann wird noch der sehr stark lädierte Kern neu auf den Fuss aufgelötet - danach werden Fuß und Pfeifenkörper verlötet.

kern_fuss.jpg

und jetzt bleibt nur noch in die Pfeife reinzublasen und festzustellen, ob der gewünschte Eolinenton erschallt, was hier tatsächlich der Fall war und bei nächster Gelegenheit mit einem Soundfile bewiesen wird.

In jedem Falle sind hier schon zwei neue Raster für die Pfeife hergerichtet, damit sie auch ganz bestimmt nicht mehr in diese Schieflage gerät, aus der wir sie befreien mussten.

raster.jpg

und hier wieder alle vereint eingebaut:

eoline16.jpg

gwm

6.8.2010

Die Prospektpfeifen in Rom St Cecilia - Eoline 16

Abgelegt unter: Tamburini — gewalcker @ 20:19

Es ist schon eine seltsame Sache bei einer “Neobarokko” eine Eoline 16 im Pedal vorzufinden.

Dieses Register wird als Eolina 16′ ins Pedal geschaltet und kann dann weiterhin dort über Transmission noch als Dolce 8′  registriert werden.

Die Basspfeifen in ganzer Länge sind wahrscheinlich schon Jahrzehnte nicht mehr ansprechbar und spielbar gewesen, weil das Material in sich zusammengesackt ist. Grund sind fehlendes zweites Raster und der Fehler, dass die Pfeifen mit dem Gewicht nur auf den Fuß gestellt waren, also nicht noch über die Raster entlastet wurden. Dem Fuß hat das nichts ausgemacht, wir wunderten uns sehr über diesen Umstand. Wurden aber schnell belehrt, dass dieser Fuß aus Zink gefertigt war mit einer Zinnfolie überzogen, was man nicht auf den ersten Blick erkennen konnte.

Hier ein Bild des Ton C

labfuss04_zinnfolie.jpg

Eine weitere  Sache, welche den Klang heftig beeinträchtigt ist der Umstand, dass die Kerne aus nahezu papierdünnem Material gefertigt sind, was jede ordentliche Intonation sehr einschränkt. Denn minimales Bewegen des Kernes, um die Ansprache zu Verbessern ist so ein Glückspiel. Hier ein vom Körper abmontierter Fuß, wo man den aufgerissenen Kern und das dünne Material erkennen kann:

pfeifenfuss-mit-kern.jpg  pfeifenfuss-mit-kern02.jpg  

Weitere Bildern von den größten 10 Pfeifen, die rechts, seitlich im Prospekt stehen:

eoline01.jpg    labfuss01.jpg  labfuss03.jpg  labfuss02.jpg

und am Ende noch unser Zoltan Darabont aus Ungarn, der sich mit der Reparatur der C-Pfeife, sein wahres Meisterstück geschaffen hat

zoltaneoline.jpg

gwm

3.8.2010

Die Prospektpfeifen in Rom St Cecilia - Geigenprincipal

Abgelegt unter: Tamburini, Walcker Pfeifen — gewalcker @ 19:46

Dieses Thema werden wir wohl nicht mit einem einzigen Blog komplett abhandeln können.

Wie jeder schnell ermessen kann, haben wir hier in St.Cecilia eine sehr große Anzahl an Pfeifen im Prospekt. Darunter befinden sich originale Walcker-Pfeifen aus 1892, denen dieser Blog gewidmet ist.

Hier zunächst das Prospektbild, als diese Orgel von Walcker 1894 von Walcker mit 32 Register eingebaut wurde:

0536_rom_cecilia_alter-prospekt.jpg

Eine sehr einfache, schöne Gestaltung, die mit Sicherheit an römischer Baukunst orientiert ist und mit dieser historisierender Art vielleicht sogar von römischen Meistern gefertigt wurde. Der Prospekt ist dreiteilig. In der Mitte das Feld in dem einige Pfeifen des Geigenprincipal 8′ des II.Manuals sich befinden. Dieser ist allerdings in der Disposition nur als Principal deklariert. Wir sehen, dass die Labien im mittleren Teil gerade verlaufen, in den beiden äußeren Feldern leicht gebrochen ablaufen. Alle Labien sind rund.

Beim Neubau der Orgel im Jahre 1972-74 wurde vor dem Walcker-Prospekt ein neuer zusätzlicher Prospekt gebaut wurde(an bisherige Stelle des Prospektes, während der Walcker-Prospekt nach oben hinter den neuen Prospekt mit Spitzlabien gestellt wurde) und rechts und links Zubauten mit großen Pedalpfeifen, wie man das auf diesem Foto sehen kann. (Ausbau des mittleren Prospektes - hier also werden die Walcker-Pfeifen gerade ausgebaut).

abbau.jpg

Wie bei Walcker üblich haben sich die Pfeifenmacher auf Prospektpfeifen immer verewigt.

geigenprincipal.jpg

Außerdem haben wir eine eindeutige Markierung die das belegt, ebenfalls auf dem oberen Foto zu sehen.

Das Pfeifenmaterial ist extrem weich, kleinster Druck ergibt sofort unschöne Dallen, auch die Füße sind stark deformiert.

geigenprincipal3.jpg

Hier eine nähere Ansicht des Labiums, woran man erkennt, dass die Bärte stark zurückg gestutzt wurden. Interessant auch die Art und Weise, wie die Kernstiche gesetzt wurden. Die Fußlöcher sind auf Grund des jetzt vorliegenden geringen Winddruck erheblich aufgemacht worden.

geigenprincipal2.jpg

Hier das Meer der anstehenden Pfeifen - das ist noch nicht einmal die Hälfte aller Prospektpfeifen:

geigenprincipal4.jpg  prospektpfeifen_.jpg

da heisst es nur noch : drücken, drücken und nochmals drückenzoltan_repairs.jpg

gwm

15.7.2010

Bombarde 16′ im Pedal, Rom-Santa-Cecilia, Tamburini

Abgelegt unter: Tamburini — gewalcker @ 19:54

Dieses Register ist aus mehreren Gründen interessant, insbesondere weil Details uns bisher unbekannt waren.

So der Umstand, dass Kehlen an die Nuss angelötet wird, wie das auf den nachfolgenden Bildern gesehen werden kann:

kehle01.jpg   kehle_nuss.jpg  kehle_nuss2.jpg 

Das Zungenblatt hat beim C eine Dicke von 0,72mm, was als sehr bescheiden gesehen werden kann. Aber man muss berücksichtigen, dass die Bombarde (im Gegensatz zur Ihrer horizontalen Schwester der Trompete 8′ im Hauptwerk II.Man, die mit 146mmWS !! betrieben wird) lediglich 62mm Winddruck im Kasten der Einzeltonlade aufweist. Diese Laden werden bei den Zungen grundsätzlich mit Ausstrombälgchen gesteuert. Wahrscheinlich wegen der besseren Ansprache. (Bei der liegenden Trompete sind hier jedoch derartig viele Zusammenstecher, dass das Register wahrscheinlich zehn Jahre nie richtig benutzt werden konnte)

Die Becherdurchmesser sind bescheiden, auch ein Zugeständnis an den Raum und die reduzierten Drücke. mit rund 190mm im Quadrat und einer Becherlänge von rund 4,5m sollte aber dorch ein schöner grundtöniger Zungenklang erbrausen.

ausbau_becher.jpg  becher01.jpg  becher02.jpg

Die Becher wurden mit speziellem Leinöl-Terpentingemisch eingelassen, um die Widerstandsfähigkeit des Holzes zu verbessern, und damit keine Trockenschäden auftreten.

becher03.jpg   becher04.jpg

Hier sieht man den Block indem die Nüsse samt Kehlen und Stimmvorrichtung eingelassen sind. Vorne sieht man einen Regulierschieber, mit dem der Windzufluss eingestellt werden kann.

bombarde_block.jpg

gwm (bei 35 Grad im Schatten der Klimaanlage, die heute mal nicht zu funkitionieren scheint)

6.7.2010

Mixtura obscura

Abgelegt unter: Tamburini — gewalcker @ 20:56


Nicht schlecht gestaunt haben wir bei der Gegenüberstellung der Mixturzusammensetzung in der Tamburini-Orgel in Rom-Santa-Cecilia im III.Manual, Schwellwerk.

Diese fünffache Mixtur, die nach meinem Selbstverständnis, eine gut ausgewogene Teiltonaneinanderreihung vom 8-Fuß haben sollte etwa nach einem Muster:

C:  2 - 1 1/3 - 1- 2/3 - 1/2

c:   2 2/3 - 2 – 1 1/3 – 1 – 2/3

c1:  4 - 2 2/3 -  2 – 1 1/3 – 1

ab c2:  8  - 4 - 2 2/3- 2 – 1 1/3

wenn man Doppelchöre vermeiden will, weil das immer gewisse Schwierigkeiten bei der Stimmhaltung verursachen kann, hat uns ganz schön überrascht mit einer Zusammenstellung, die keiner von uns so je gesehen hat:

 

C-fs: 2 – 1 1/3 – 1 – 1 – ½

g-h:  2 – 1 1/3 – 1 – 1 – ½

c1-fs1: 2 – 1 1/3 – 1 1/3 – 1 – 1

g1 – h1: 2 – 2 – 2 – 1 1/3 – 1 1/3

c2 – fs2: 2 2/3 – 2 2/3 – 2 – 2 – 2

c3 – fs3: 4 – 4 – 4 – 2 2/3 – 2 2/3

ab g3: 8 – 8 – 4 – 4 – 2 2/3

 

Ohne diese Mixtur überhaupt gehört zu haben, scheint klar zu sein, dass es sich hier um keine Klangkrone sondern um einen Versuch handelt, der auf eine Persiflage des Nepobarock hinausläuft?

 

Zu dieser vereierten Zusammenstellung ein paar Bilder, bei denen man die kuriosen Pfeifenlängen beachten sollte:

 mixtura_obscura4.jpg

 

mixtura_obscura1.jpg   mixtura_obscura3.jpg

 

gwm ( bei brütender Hitze in Giovanni Laterano und einen Tag vor Abflug nach Fußball-Germanien)

1.7.2010

Die Horizontaltrompete von Tamburini in Rom-Santa-Cecilia

Abgelegt unter: Tamburini — gewalcker @ 17:38

Dieses Register - Trompetta orizzontal - II.Manual (Grand Organo) - ist sowohl von der äußeren Erscheinung als auch vom Klang durchaus eine schöne Sache. Wie ist die Konstruktion dieser Becher gestaltet - wurde ich von zwei Orgelfreunden befragt, weswegen ich mit diesem Register aus der Orgel beginne hier wieder unseren Reigen an Orgelregister fortzuführen.

Im Prinzipa handelt es sich um drei Teile des Bechers: a) dem Stumpen, der in der Nuss eingelassen ist. Diese Nuss ist aus Blei mit einer dicken Messinghülse, die in den Stiefel eingelassen ist b) aus dem konischen Mittelteil und c) aus dem gewölbten Aufsatz, der wie bei den Wurlitzer-Orgeln für entsprechende Ästhetik sorgt.

Hier ein Bild, wie sich das in der Orgel ansieht - leider kann man diese Becher außerhalb der Orgel nicht optisch wahrnehmen.

trompetta_orriz.jpg

Dies Konstruktion dieser Pfeifen möchte ich an den folgenden einzelnen Fotos demonstrieren:

trompetta_orriz1.jpg  trompetta_orriz2.jpg  trompetta_orriz5.jpg   trompetta_orriz61.jpg   trompetta_orriz4.jpg

und noch zwei Bilder, welche die Kehlenform und die messinggefasste Bleinuss genauer zeigen:

trompetta_orriz7.jpg    trompetta_orriz8.jpg

gwm

24.4.2010

gepresste Labien

Abgelegt unter: Pfeifenkonstruktion, Allgemein — gewalcker @ 16:06


Es findet über dieses Thema eine Diskussion auf einem Forum in Holland statt, wo auch einige interessante Bilder solcher Pfeifen zu sehen sind:


Es gibt immer wieder interessante Diskussion über gepresste Labien und ‚Fabriks’-Pfeifen aus der ersten Hälte des 20. Jahrhunderts. Siehe http://z12.invisionfree.com/organist/index.php?showtopic=1006.

Haben Sie mal ein Bild gesehen von einer ‚Labienpresse‘ und wissen Sie in wie vielen Mensurevarianten diese ‚Fabriks‘-Pfeiffen mit gepressten Labien erhaltlich waren? Einer öfters gehörten Beschwerden ist dass die Pfeiffen nur in einer sehr beschränkte Zahl von Standarmensüren gemacht werden konnten.

Ich habe mich bei der Firma Laukhuff erkundigt, dort wurden solche Pfeifen noch vor dem II.WK gefertigt, danach nicht mehr. Hier werden ausschließlich gedrückte und aufgelötete Labien gefertigt. Hingegen bietet die Firma Killinger das noch an.

Die Einschränkung bei Mensuren, glaube ich, ist nicht so elementar, wie man das vermutet. Aber ich muss zugeben, solch eine Presse noch nie gesehen zu haben, denn bei Walcker gabs das nicht.

gwm

6.2.2010

Tomintoul Op.1088, Bj 1903, das Pfeifenwerk in vier Zeichnungen

Abgelegt unter: Allgemein — gewalcker @ 11:03


Diese Orgel hat spezielle Register, die bereits serienmässig gefertigt wurden, und die deswegen interessant sind, weil sie auch in großer Anzahl verbreitet waren.

Ich habe hier auf vier Zeichnungen wichtige Details aufgezeichnet und bemaßt, die man als Anhaltswert für Nachbauten, Restaurierungen verwenden kann.

Diapason 8’

diapason.jpg

 

Clarabella 4’

clarabella.jpg

 

Flautade 4’

 flautod.jpg

 

Dulciana 8’

dulciana.jpg

 

gwm

13.1.2010

Terpodion - was ist das?

Abgelegt unter: Allgemein — gewalcker @ 13:09


Das Terpodion, der “Labgesang”, war ein von Joh. Dav. Buschmann in Friedrichroda gegen 1816 konstruiertes Reibstabspiel. Dabei hat eine Klaviermechanik abgestimmte Holzstäbchen gegen einen rotierenden Holzzylinder gedrückt. (nach  Curt Sachs “Reallexikon der Musikinstrumente” 1962 nachgedruckt, 1912 Max Hesse Verlag)

In die Orgel fand das Register Eingang durch J.F.Schulze & Söhne als Terpodion 8′ in Halberstadt, Dom 1827/38, Wismar St. Marien 1851/54,  Doncaster St. Geroges 1857/62. Außerdem bauten F.A.Mehmel 1877 ‘in Stralsund Terpodeon 8′ (ACTA ORGANOLOGICA 23, 1993, 286)

Eberlein, Orgelregister 619, schreibt: Das Abnahmegutachten zur Bremer Domorgel bezeichnet das Register als “enge, scharfe Gambe”; C-H waren aus Holz, dann Zinn. Audsley beschreibt das Register in Doncaster : stop is of cylindrical metal pipes, which have low and whide mouth and yielding tones of a pronounced reedy qualit. ARS ORGANI 28. 1980, 2, 90 : enges Metallregister mit STrichanflug, trotzdem noch flötenartig klingend, zylindrisch.

 Antwort auf diese Frage:

Hallo, ich suche Information über das Terpodion wie es warscheinlich bespielt war bei Nicolas Rops (Vater des Künstler Felicien Rops 1833-1898). Ich finde mehrere Beschreibungen vom Terpodion. Ich weiss nicht welches Instrument Vater Rops tatsächlich besatz. Und vor allem frage ich mir wie dieses Instrument klingt.! Vielleicht haben Sie ein Tip für mich? Vielen Dank im voraus, HS

 

gwm

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