Mixturen Eberhard Friedrich Walcker

Die Zusammensetzungen bei Eberhard Friedrich Walcker sind noch nie gründlich analysiert worden. Rudi Schäfer hat einen Ansatz dazu gemacht im Sonderheft „organ“, der aber a) die Entwicklung des Meisters nicht berücksichtigte und b) die Zusammensetzung der Mixturen nicht im Kontext zum Prinzipalaufbau bewertete.

Denn entscheidend ist ja, ist ein Principal 16′ im Hauptwerk oder nur ein 8′, worauf sich die Mixturenzusammensetzung gründet. Eberhard Friedrich hat Mixturen grundsätzlich intensiver mit Terzen gestaltet und die Mixturen recht tief gelegt. Dadurch werden diese Stimmen nie penetrant. Septimen hat er überhaupt nicht verwendet.

Bei der Entwicklung meine ich eine Zunahme der 32′ Teiltöne festzustellen im fortgeschrittenen Alter, und vielleicht eine Häufung von Terzen. Man müsste natürlich wissen wie stark oder weniger stark diese Register intoniert waren.

efw_mixturen.pdf

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2 Kommentare zu Mixturen Eberhard Friedrich Walcker

  1. Für Septimen war es zu früh, die kamen später.
    Es scheint, die ersten, die Septimen fordert haben waren
    Cavaillé-Coll und Thomas Casson.

    Es war aber eine Merkmale der Post-romantische Orgel, Septimen in Mixturen zu generalisieren: Stockholm (Oscar Walcker) zum Beispiel, als auf dieser Seite angebildet, aber auch bei Weigle, Henry Willis III und Arthur Harrison.
    Diesen waren fast sicher gemeint, um als einen Bruck zwischen die labiale Stimmen und die dunkle, auf hochdruck angelegt, Zungenstimmen, zu dienen.

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